Zur (Un-)Sicherheit von Signal-Gruppen

Wir als EA Freiburg haben die Signalgruppe “ANTIFA Info Freiburg” in letzter Zeit beobachtet und halten sie für ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Wir möchten die Problematiken aufzeigen und plädieren dafür, diese Gruppe zu verlassen und zu löschen.

Die Gruppe zählt mittlerweile über 500 Mitglieder, doch niemand weiß, wer sich genau darunter befindet oder mitliest. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in einer öffentlichen Gruppe wie dieser auch Bullen und Verfassungsschutz und eventuell sogar Faschos mit dabei sind.

Täglich werden eine Flut von Informationen von privaten Accounts in diese Gruppe geteilt. Ihr könnt durch das was ihr schreibt zugeordnet werden, selbst wenn Ihr ein Signalkürzel/Nickname anstatt einer Handynummer verwendet. Wenn ihr (immer wieder) Aufrufe zu Demos oder Kundgebungen teilt, die thematisch sehr ähnlich sind, könnt ihr dem (Polit-)Zusammenhang oder gar der Orga zugeordnet werden. Auch euer Diskussions- und Schreibstil kann bei der Identifikation von Personen helfen.

Aus den oben genannten Gründen halten wir auch eine Signal-Diskussionsgruppe für falsch. Nur selten finden hier inhaltlich wertvolle Diskussionen statt. Stattdessen beobachten wir parolenhafte Aussagen, die durch Emojis dann entweder bekräftigt oder abgewertet werden. Im schlimmsten Fall führt dies dazu, dass einzelne Personen bestimmten Zusammenhängen oder Gruppen zugeordnet werden.

Wir halten (Szene-)Diskurse für extrem wichtig, sind jedoch der Ansicht, dass diese am besten in einem moderierten Rahmen stattfinden sollten: etwa bei Diskussionsveranstaltungen oder innerhalb unserer eigenen Medien wie dem Koraktor, dem “Autonomen Blättchen” oder bei RDL. Denn bei solchen Diskursen sollte stets genau überprüft werden, welche Infos über Gruppen, Zusammenhängen oder Personen wirklich notwendig sind. Andernfalls liefern wir sensible Inhalte den Behörden und Faschos quasi auf dem Silbertablett.

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!Hausdurchsuchung am 12.05.2026 in Freiburg wegen Verstoß gegen das Vermummungsverbot im Rahmen der Anti-AfD-Proteste im Febraur 2025!

Am Dienstag den 12.05.2026 gab es eine Hausdurchsuchung bei einer Gefährtin in Freiburg im Breisgau. Grund für die Hausdurchsuchung war eine angebliche Vermummung bei den Protesten gegen eine AfD-Wahlkampfveranstaltung 2025 in Freiburg, die der Gefährtin vorgeworfen wird.

Die Cops kamen um 06.30Uhr in der Früh in das Wohnhaus der Betroffenen und klopften direkt an der Wohnungstür. Unter Leitung des Staatsschutz, vertreten durch KHK Kurz und KHK Schorpp, wurden die Räumlichkeiten nach einer Sturmhaube, Jacke, Umhängetasche und einem Pappschild mit der Aufschrift `Kein Platz für Nazis` von insgesamt 7 Cops und einer Zeugin durchsucht. Dabei durchwühlten sie die Schränke der Gefährtin und ließen einen Nachbarn, der zur Unterstützung  kam, nicht in die Wohnung. Der Durchsuchungsbeschluss wurde unterschrieben von der Amtsrichterin Isabelle Göpper. Nach einer knappen halben Stunden zogen die Cops ohne die im Durchsuschungsbeschluss genannten Gestände wieder ab. Die Gefährtin hat während der Durchsuchung richtig gehandelt und Widerspruch gegen die Maßnahme eingelegt, nichts unterschrieben und sich umgehend an den EA Freiburg gewendet.

Wir sind erstaunt, dass eine Amtsrichterin wegen des Vorwurfs der Vermummung einen Durchsuchungsbeschluss unterschreibt, da uns bisher noch kein solcher Fall bekannt ist.

Es ist mit weiterer Repression im Zusammenhang mit den Protesten gegen die AfD-Veranstaltung Anfang des Jahres 2025 zu rechnen. Wenn auch ihr von Hausdurchsuchungen, Anquatschversuchen, Vorladungen, Strafbefehlen o.ä. betroffen seid, meldet euch beim EA Freiburg oder der Roten Hilfe Ortsgruppe Freiburg. 

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Ihr möchtet eine Demo veranstalten und braucht einen ea/Telefondienst

Was ist zu tun?

Als Ermittlungsausschuss [ea] ist eine unserer Aufgaben die Demobetreuung am Telefon. Wir nehmen Namen von Gefangenen auf und kümmern uns darum, dass niemand in den Gefangenensammelstellen verloren geht.

Damit uns das gelingt, ist es wichtig, dass wir rechtzeitig von der Demo/Aktion erfahren. Wir sind Menschen, die neben unserer Tätigkeit im Ermittlungsausschuss noch vielen anderen Dingen nachgehen. Soll heißen, wenn Ihr uns nicht rechtzeitig über Eure Demo informiert, kann es passieren, dass wir einfach keine Zeit haben.

Deswegen und damit sowas nicht passiert:

Kommt bitte sobald ihr damit beginnt eine Demo/Aktion zu planen, bei uns in der Sprechstunde vorbei und nicht erst zwei Wochen vorher. Dann können wir alles weitere mit Euch besprechen.

Überlegt Euch, wie Ihr als Gruppe/Bündnis Euch um eine mögliche Betreuung von Betroffenen durch Repression im Nachhinein kümmern könnt. Dabei können wir Euch auch gerne unterstützen.

Uns ist natürlich klar, dass das bei spontanen Demos nicht möglich ist. In dem Fall schreibt uns bitte so schnell wie möglich eine Mail (denkt daran, dass Ihr sie verschlüsselt!). Wir versuchen unser Möglichstes, die Demo irgendwie zu betreuen.

Vielen Dank
Euer ea Freiburg

Wir melden Demos nicht an! Aus Gründen!!!

Aus gegebenem Anlass veröffentlichen wir nochmal UNSER SELBSTINTERVIEW VON MAI 2023, in welchem wir auf die Besonderheit hinweisen, in Freiburg keine Demos anzumelden.

Selbstinterview des EA Freiburg Mai 2023

http://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2019/05/nopolgbw-demo-in-freiburg-am-24.-mai-2019.jpg

F: Hallo, stellt euch doch mal kurz vor.

A: Der Ermittlungsausschuss ist eine Gruppe Aktivist*innen, die gegen staatliche Repression agieren. Wir unterstützen Linke, die Stress mit Bullen haben, politisch und materiell.

Außerdem halten wir Vorträge und geben Workshops rund um das Thema Repression und wie wir uns davor schützen können. Während Demonstrationen machen wir Telefondienst, das bedeutet das wir während der Demo für euch telefonisch erreichbar sind falls es Stress mit den Cops gibt. Ihr könnt uns also anrufen, wenn ihr eine Festnahme beobachtet oder selbst festgenommen wurdet.

Wir schauen dann das keins verloren geht und kümmern uns gegebenenfalls um anwaltlichen Beistand.

F: Wie läuft denn so eine Demo und Versammlung im Normalfall ab?

A: Mindestens eine Person muss zur Versammlungsbehörde und mit ihrem Namen die Demonstration anmelden. Dazu muss sie nicht nur ihre Personalien angeben, sondern auch angeben, wie viele Personen sich versammeln wollen, die Kundgebungsorte, die Route und einen Titel der Versammlung. Die Versammlungsbehörde entscheidet dann, ob diese Demonstration erlaubt wird oder nicht. Auch werden sog. Auflagen erlassen – Bedingungen unter denen sie erlaubt sich zu versammeln – z.B. Ordner*innen, wie nah der Kundgebungsort z.B. an eine AfD-Kundgebung sein darf, Länge der Transparente, maximale Teilnehmer*innen Anzahl, ob und welche Flyer verteilt werden dürfen und so weiter und so fort. Wird gegen diese Auflagen verstoßen, muss der/die Anmelder*in, welche nun die Rolle der Versammlungsleitung inne hat, mit Strafen rechnen und/oder die Versammlung auflösen oder die Versammlung wird von der Polizei einfach selbst aufgelöst.

F: Kann ich denn davon ausgehen, dass wenn ich eine Demo anmelde, diese dann auch stattfinden darf?

A: Nein, Wenn wir anmelden, werden uns die Autoritäten nur dann demonstrieren lassen, wenn es ihnen passt und nur zu ihren Bedingungen. Und damit sie diese “Bedingungen” nicht komplett alleine durchsetzen müssen, wälzen sie einen Teil davon auf die Anmelder*innen und die Ordner*innen ab.

Wenn eine Demo nach einer Anmeldung verboten wird, bleibt nur noch die Klage und die Hoffnung das ein Gericht positiv für die Demo entscheidet. Das gleiche gilt für Auflagen, die von der Versammlungsbehörde erlassen wurden. Auch hier bleibt als alleiniges Mittel der Weg vor Gericht.

F: Es gibt ja hier in Freiburg eine bundesweite Einmaligkeit, was das Nichtanmelden von Demonstrationen angeht. Sind denn solche Demonstrationen überhaupt erlaubt?

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Politische Überlegungen zur Zusammenarbeit mit Anwält*innen

Ein Diskussionsstand

In der Antirepressionsarbeit arbeiten wir als EAs¹ regelmäßig mit Anwält*innen zusammen und unterstützen Betroffene von staatlicher Repression dabei, sich anwaltliche Hilfe zu holen. Dabei ist es uns wichtig zu bedenken, welche Rolle die Anwält*innen in unserer Antirepressionsarbeit spielen und welche politischen Anforderungen wir daher an die Praxis von Anwält*innen haben.

Mit diesem Text wollen wir darauf hinwirken, dass sich insgesamt mehr mit Repression und dem Umgang damit auseinandergesetzt wird. Antirepressionsarbeit bedeutet, sich Gedanken zu machen bevor etwas passiert. Dazu gehört auch bewusst zu entscheiden, von welchen Anwält*innen und wie mensch sich vertreten lassen möchte, wenn es erforderlich wird.

Im folgenden Text formulieren wir einige Kriterien, die uns dafür wichtig sind:

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Anquatschversuch durch VS am 26.10.2022 in Freiburg

Am Mittwoch den 26.10.2022 ist es zu einem erneuten Anquatschversuch in Freiburg gekommen.

Der Schnüffler wartete vor dem Wohnhaus der Betroffenen Person und versuchte sich als alter Bekannter auszugeben, um so an Informationen zu gelangen. Die Betroffene Person äußerte daraufhin dass an einem Gespräch kein Interesse besteht, was den VS-Mitarbeiter nicht daran hinderte weiterhin Fragen zu stellen. Die Betroffene Person entzog sich dem, indem sie das Wohnhaus betrat und die Tür hinter sich schloss. Der Schnüffler lungerte dann noch eine Weile in der Nähe des Wohnhaus rum. Der Verfassungsschutzmitarbeiter hat kurze schwarze Haare, wahrscheinlich gefärbt, ist ca.Mitte-Ende 30 Jahre alt und trug durchschnittliche Kleidung und eine Sonnenbrille.

Trotz des Überrumpelten Verhalten des Schnüfflers reagierte die Betroffene Person richtig und liess sich auf kein Gespräch ein und kontaktierte den Ermittlungsausschuss Freiburg.

Solltet auch ihr von Mitarbeiter:innen des Verfassungsschutzes oder Staatsschutz angesprochen werden, dann verweigert das Gespräch! Ihr seid rechtlich nicht dazu verpflichtet mit Mitarbeiter:innen des Verfassungsschutzes zu sprechen und solltet dies auch in keinem Fall tun. Schreibt im Anschluss am besten schnell ein kurzes Gedächtnisprotokoll und setzt euch mit eurer lokalen Antirepressionsgruppe wie den Ermittlungsausschuss Freiburg oder der Rote Hilfe Ortsgruppe in Verbindung.

Sprechstunde in April

Unsere Sprechstunde findet in den nächsten Wochen nicht mehr Montags in der KTS, sondern vorerst nur auf Nachfrage statt. Wenn du also zu unsere Beratung kommen willst, schreibe uns eine Mail an eafreiburg at immerda.ch, am besten Verschlüsselt Key: https://eafreiburg.noblogs.org/pgp-public-key/

Wir alle sind der sogenannte „Frauen*kampftag“!

Erklärung: Wir lassen uns nicht spalten!

Auch wir unterstützen diese Erklärung, aber was noch wichtiger ist, sie wird von fast allen spezifisch feministischen Gruppen dieser Stadt unterstützt.

„Demonstration zum Frauentag stößt in Freiburg mit Querdenkern zusammen“ (BZ), „Polizei ermittelt nach Auseinandersetzungen bei Demo in Freiburg“ (SWR). Das sind die Schlagzeilen der lokalen Medien, die diese für den 8. März übrighatten. Der 8 März ist seit 110 Jahren einer der wichtigsten historischen Daten, an denen Frauen* und queere Personen für Ihre Rechte einstehen und politische Errungenschaften feiern. Die genannten Medienberichte wurden von Polizeimeldungen abgeschrieben und durch eine Bildsprache untermalt, die ein martialisches Polizeiaufgebot zeigt.

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Keine Sprechstunde bis zum 31.01.2021

Aufgrund der COVID-19-Pandemie & der Feiertage findet bis zum 31. Januar 2021 unsere Sprechstunde nicht statt. Ihr könnt uns jedoch per Email erreichen. Mails werden regelmäßig gecheckt und wir kümmern uns dann um euer Anliegen.

Solidarische Grüße, euer ea freiburg