Aktuell

Wenn Ihr von Repression betroffen seid, könnt ihr uns gerne per VERSCHLÜSSELTER e-mail schreiben. Ein ausführliches Statement zur autoritären aktuellen Situation folgt.

Silvester zum Knast

Gefunden auf: barrikade.info

Am 31.12.2019 versammelten sich vor dem Freiburg Knast über 100 Menschen, um für eine Welt ohne Stacheldraht, Grenzen und Knäste zu demonstrieren. Wie jedes Jahr ließ die lautstarke Kundgebung hohe Mauern und Stacheldraht für einen Augenblick schwinden. Die Gefangenen beteiligten sich lautstark an der Aktion und bejubelten lautstark zahlreiche Feuerwerke die den Himmel erleuchteten, Grußworte und Redebeiträge. Continue reading “Silvester zum Knast”

Spendenaufruf für die angeklagten Hausbesetzer*innen

Im letzten Jahr wurden von der Kampagne WG (Wohnraum gestalten) eine Reihe leerstehender Häuser in Freiburg besetzt. Die Gründe des Leerstandes waren vielfältig und reichten von der Entmietung und Verdrängung der alten Bewohner*innen über Leerstand von kommunalen & landeseigenen Immobilien bis zum jahrelangen Leerstand durch Privatvermieter*innen bei gleichzeitigem Wohnraummangel in der ganzen Stadt.

Die aufsehenerregenden Besetzungen erzeugten ein großes Echo in der Kommunalpolitik, aber auch eine Welle von Repressalien seitens der Staatsmacht. Eine größere Zahl von Aktivist*innen sieht sich aktuell Strafbefehlen und Prozessen aufgrund von Hausfriedensbruch und anderer mit den Besetzungen in Zusammenhang stehender Delikte konfrontiert. Diese Kriminalisierung von politischen Aktionen soll einerseits die Aktionen an sich als unpolitisch & „kriminell“ darstellen, andererseits die betroffenen Aktivist*innen von weiterem politischen Engagement abhalten und „Nachahmungstäter“ abschrecken.

Die Strafbefehle und Prozesse sind ein klarer Fall von Klassenjustiz: Nicht die Profiteure von Entmietung & Leerstand werden angegangen, sondern diejenigen welche gegen diese Unterdrückung kämpfen!

Um diesen staatlichen Angriff abzuwehren sind die Hausbesetzer*innen auf eure Solidarität angewiesen: Die Prozesse und Strafen kosten eine Menge Geld, deshalb sammelt Spenden, organisiert Solidaritätsaktionen und begleitet die Prozesse!

Spendenkonto:

Inhaber: Rote Hilfe OG Freiburg
IBAN: DE47 4306 0967 4007 2383 64
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: squatfreiburg

Unsere Solidarität gegen ihre Repression!

25 Jahre KTS – Wir haben noch immer nicht genug

Wir haben in den letzten Wochen des Oktobers ein paar schöne tage verbringen können.
Im Rahmen der Autonomen Kulturwoche anlässlich des 25.jährigen Geburtstages der KTS veranstalteten wir zwei Veranstaltungen. So gab es von uns ein paar Tipps und Tricks für Demonstrierende. Denn wer seine Rechte kennt und weiß wie er sich vor der Polizei bei Demonstrationen und Verhaftungen schützen kann bzw. was die Bullen dürfen und was nicht ist klar im Vorteil. Sehr spannend und kontrovers wurde auch über Künstliche Intelligenz, Digitalisierter Fremdbestimmung und Selbstschutz diskutiert. Wir freuten uns, daß ein Teil vom Capulcu-Kollektiv unsere Einladung angenommen hat und ihr neues Buch “Dele_te! vorstellte.
Auch gefreut haben uns die vielen Hausbesetzungen im Rahmen der Squattingdays. Nicht so gut finden wir die Räumungen dieser Häuser.

Freiburg Polizeiburg

Geräumt wurde um weiter leerstehen zu lassen, aus einer Lust heraus oder um einer Luxussanierung und damit einhergehender Verdrängung den Weg frei zu machen.
Und dafür griff die Polizei ganz tief in ihre Trickkiste und holte einiges aus ihrem Arsenal auf die Straße.
Neben den schon bekannten aggressiven   Hundertschaften, wurde auch die neueste Technik auf die Straße gebracht bzw. in die Luft. So waren bei zwei Räumungen Drohnen im Einsatz, spezial Werkzeuge und weitere technische Spielereien.

Die Polizei wirkte nicht nur alleine schon durch ihre Ausrüstung militärisch, insgesamt hatte Mensch das Gefühl Soldaten gegenüber zu stehen. Dies bestätigte sich durch die zwei SEK Einsätze.

Um Leute einzuschüchtern und zu erniedrigen war der Polizei nichts zu schade. Mit abgerichteten Hunden Leute festsetzen, Schläge, Tritte, Knüppel, Schmerzgriffe. Vorübergehendes Einsperren in kleine Einzelzellen. Mit Haft drohen. Erniedrigende Identitätsfeststellungen auf der Wache. Auch wurde beobachtet wie ein People of Colour  gefesselt und blutend durch einen Flur in der Polizeiwache geschleift wurde.

Leute die draußen vor der Wache auf die   Festgenommenen warteten wurden gefilmt, bekamen  Platzverweise, wurden z.T. ebenfalls verhaftet und auf die Wache gebracht und bekamen eine Art Hausarrest, mit  der Drohung wenn gegen diesen verstoßen wird in den  Keller der Wache gebracht zu werden.

Trotz einem großen Polizeiaufgebot ließen sich über  tausend Leute nicht die Laune verderben. Laut, kraftvoll,  tanzend wurde gegen Rechtsruck und Repression demonstriert. Umso mehr hat es uns gefreut, daß es Demonstrierenden gelungen ist die Polizei davon abzuhalten, sich vor die  Kronenstraße 21 zu stellen.

Wir stellen fest das die Polizei immer martialischer und  aggressiver Auftritt und sehr gerne eskaliert und Gewalt anwendet. Auch die Ultras müssen das immer mehr  feststellen. So berichten die Fangruppen schon seit  längerem von großen und schikanösen Polizeieinsätzen in und um das Stadion.

Vergessen wir nicht die täglichen erniedrigenden, rassistischen Kontrollen gegen diejenigen die nicht in das Weltbild der Polizei passen, wie die regelmäßig  stattfindenden Großrazzien im Stühlingerkirchpark die sich hauptsächlich gegen People of Colour richten.

Anna und Arthur halten’s Maul!

Aber nicht nur mit Tritten, Schlägen, einsperren, beleidigen versuchen sie uns Einzuschüchtern und zu strafen. Die Polizei sammelt auch alles mögliche an Daten von uns, so wird regelmäßig auf Demonstrationen gefilmt, Personalien und Fingerabdrücke aufgenommen. Auch werden Menschen in Datenbanken gelistet und dort von der Polizei einer von ihr definierten Gruppe zugewiesen. Auch das abfragen von Funkzellen kommt immer häufiger zum  Einsatz, dies dient um dich zu lokalisieren.
Hausdurchsuchungen sind ebenfalls ein beliebtes Mittel um an gewünschte und nichtgewünschte Informationen zu kommen. Da hilft es nochmals zu Hause aufzuräumen (was brauche ich wirklich in der Wohnung?) und alle elektronischen Datenträger zu verschlüsseln.
Auch versucht die Polizei immer wieder Leute auf die Wache einzuladen um sie zu verhören. Nicht hingehen, nichts sagen. Denn: “Ich muss sie darauf hinweisen das alles was sie sagen auch gegen sie verwendet werden kann und wird!

Wenn ihr Post bekommt oder Fragen habt kommt gerne bei uns vorbei oder schreibt uns eine verschlüsselte e-mail -> eafreiburg  @linksunten.ch Persönlich trefft ihr uns Montags zwischen 19 und 20 Uhr in der KTS an. Melden könnt ihr euch auch wenn ihr Post oder Ärger bekommt wegen den Hausbesetzungen bei der squattingdays-anti-repressionsgruppe: squatfreiburg_antirep @ ungehorsam.ch

Auch herzlich eingeladen seid Ihr zu unserer Veranstaltung

Was tun bei Hausdurchsuchung?- am 17.11.19 um 14 Uhr in der KTS

eafreiburg november’19

Getroffen wurden 3 auf einer Parkbank, gemeint sind wir alle!

Soliposter mit den dreien von der Parkbank und Briefe aus den Untersuchungshaft in Hamburg, gefunden auf https://parkbanksolidarity.blackblogs.org

MIT FREIEM HERZEN UND ENTSCHLOSSENEN HÄNDEN

solidarität poster 3 von parkbank


Brief eines Gefangenen in Hamburg

Das Geräusch von Schlüsseln und Metall

Das Geräusch von klappernden Schlüsseln, aneinander schlagenden Metallscharnieren, einrastenden Schlössern und Türen begleitet vom ersten Moment des Weckens um 6.45h, bis spät in die Nacht, wenn die Schließer*innen ihre Runden auf dem stadionhellen Hof drehen. Es ist ein so allgegenwärtiges Geräusch hier, dass man schnell das Gefühl bekommt, ein Industrial-Soundtrack würde auf Dauerschleife im Hintergrund laufen und von Zeit zu Zeit leiser oder lauter gedreht werden. Wenn Gefangene hier arbeiten, bekommen sie irgendwann „sogar“ den Schlüssel für die Zelle. Ein an Zynismus kaum zu übertreffender Schachzug zur Befriedung. Continue reading “Getroffen wurden 3 auf einer Parkbank, gemeint sind wir alle!”

United we stand! – Kundgebung am 18.12.2019

In Solidarität mit den Beschuldigten wurde sich am Dienstag, den 18. Dezember, um 18 Uhr auf dem Freiburger Rathausplatz versammelt.

Ca. 30 Personen solidarisierten sich mit den 5 Angeklagten auf dem Weihnachtsmarkt.

Es wurden Redebeiträge verlesen die über die Haftbedingungen der Angeklakten informierten und diesen Showprozess kritisierten. Auch wurden Gedichte von dem Beschuldigten Loic verlesen. Continue reading “United we stand! – Kundgebung am 18.12.2019”

Update! 29.10.18 Probleme mit unserem Telefonanschluss

Unser Telefon geht wieder! Wir sind noch bis 24 Uhr in der KTS anzutreffen.

Wie manche von euch bestimmt mitbekommen haben, sind wir zurzeit nicht erreichbar.

Wenn ihr Ingewahrsamnahmen mitbekommen habt, kommt gerne bei uns persönlich vorbei – AZ KTS, Basler Straße 103, 79100 Freiburg – Linie 5 Haltestelle Pressehaus

Wenn ihr von Festnahmen und Ingewahrsamnahmen betroffen seid, kommt gerne dannach zu uns. Es gibt warme Getränke und Rechtshilfeberatung.

Wir sind noch bis ca. 23Uhr in der KTS.

Montag den 05.11.18 sind wir wieder ab 19 Uhr persönlich für euch da.

Koordinierte Razzien und Festnahmen in 4 Ländern gegen NoG20-Aktivist*Innen

In den frühen Morgenstunden des 29.Mai 2018 kam es zu mehreren Hausdurchsuchungen und Festnahmen in verschiedesten Städten der Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien. Innensenator Andy Grote (SPD) versucht gerade die Betroffenen des Terrorrismus zu beschuldigen.

In der Schweiz wurde in Bremgarten das KulturZentrumBremgarten(KuZeB) gerazzt sowie eine weitere Wohnung.
In Frankreich wird ebenfalls eine weiterer Aktivist mit europäischen Haftbefehl gesucht.
In Italien wurde in Genua und Rom gerazzt, sowohl in Wohnungen als auch in Sozialen Zentren.
In Spanien wurden im Großraum Madrid mehrer Wohnungen durschucht.

Vor 2 Wochen bittet die SoKo Schwarzer Block Anti-Terror-Abteilungen der Bullen in Europa um mithilfe. Der Leiter der SoKo “Schwarzer Block” Jan Hieber gibt als Grund für diese Aktion die Auswertung von Videomaterial und DNA-Spuren an.
Die Soko Schwarzer Block wird heute weitere Bilder von NoG20-Aktivisten veröffentlichen.

Schafft Gegenöffentlichkeit, sprecht mit anderen darüber.
Räummt bei euch zu Hause auf. Kommuniziert verschlüsselt.
Sprecht untereinander wie ihr auf mögliche Angriffe reagieren wollt.
Keine Zusammenarbeit mit den Autoritäten! Schafft Solidarität!
Und ganz wichtig: Anna und Arthur halten immernoch ihr Maul!

ea freiburg ,den 29.Mai ’18

ea freiburg
/co Autonomes Zentrum KTS
Basler Straße 103
79100 Freiburg

Sprechzeiten:
Immer Montag von 19-20Uhr

eafreiburg@linksunten.ch (nutzt pgp!)

Repressionswelle NoBorder-Actiondays

Am 02.04.2016 blockierten Aktivist_innen die A5 am Autobahngrenzübergang Weil am Rhein bei Basel mit einer antirassistischen Demonstration. Nach eineinhalb Jahren bekamen nun zahlreiche Menschen die Vorort kontrolliert wurden Vorladungen und Strafbefehle – die No-Border-Aktion wird in den kommenden Monaten vor den Gerichten verhandelt und bedarf solidarischer Unterstützung.

Die Aktion vom April 2016 sollte darauf aufmerksam machen, dass es nicht jedem Menschen auf der Welt möglich ist Grenzen bequem zu überqueren. Noch immer werden Menschen auf ihrere Flucht vor Hunger, Krieg, Elend, politischer/ethnischer Verfolgung, angegriffen, zurückgeschickt, verfolgt, interniert, auf offenem Meer dem Tod überlassen. Das alles wird mit Wissen und Hilfe der Regierungen betrieben – umgesetzt unter anderem von Frontex. Frontex, die europäische “Grenzschutz”-Agentur, die eigens dafür eingerichtet wurde um die Festung Europa zu sichern.

Antirassistische Politik hat viele Gesichter und ragt von der Hilfe vorort und humanitärem Engagement zur Veranschaulichung der Misere durch direkte Aktion und demonstrativen Interventionen. Die Aktion zivilen Ungehorsams endete mit der vorübergehenden Festnahme von etwa 40 Menschen, überwiegend aus dem Dreiländereck. Doch auch in weiter Entfernten Städten sind Menschen von der Kriminalisierung infolge der A5-Blockade betroffen.

Seit ein paar Wochen werden nun die Strafbefehle und Gerichtstermine an die Aktivsten verschickt. Ihnen wird gefährlicher eingriff in den Starßenverkehr und nötigung(§240) vorgeworfen. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Lörrach fordert hohe Geldstrafen mit bis zu 70 Tagessätzen.

Mehr Infos zu den No-Border-Actiondays: http://noborderaction.blogsport.eu/