Was macht uns _wirklich _sicher?

Ein Toolkit zu intersektionaler, transformativer Gerechtigkeit jenseits von Gefängnis und Polizei

Lesung & Diskussion am Mittwoch, 11. September 2019 um 20.00 Uhr in der Kita auf dem Grethergelände, Adlerstr. 12

Melanie Brazzell präsentiert das “Was macht uns wirklich sicher?” Toolkit. Dieses stellt das Sicherheitsversprechen des Staates im Falle von sexualisierter- und Partner_innengewalt in Frage, weil Techniken wie Polizei, Gefängnis und Grenzen Gewalt (re)produzieren anstatt sie zu beenden.

Dabei wird der Frage nachgegangen, wie vermeintlich gut gemeinte Ansätze zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt schief laufen und für Rassismus instrumentalisiert werden können. Wenn uns die staatlichen Institutionen keine wirkliche Sicherheit geben können, sondern das Gegenteil bewirken, also Unsicherheit verbreiten, welche Möglichkeiten gibt es dann? Wie können wir selbst Sicherheit schaffen?

Der Ansatz der intersektionalen, transformativen Gerechtigkeit ist in den USA vor dem Hintergrund von community-basiertem Umgang mit zwischenmenschlicher Gewalt entstanden. Das Toolkit stellt heraus, dass wir zwischenmenschliche Gewalt in Verquickung mit staatlicher Gewalt verstehen müssen, um sie angemessen aufzuarbeiten und zu bekämpfen.

Zu der Veranstaltung sind alle eingeladen, ihre kreativen, Sci-Fi Visionen von echter Sicherheit zu teilen, um eine Zukunft ohne Gewalt und Bestrafung zu entwerfen.

https://www.whatreallymakesussafe.com/#/home

Eine Veranstaltung des A-Teams Freiburg, der Redaktion Ausbruch von Radio Dreyeckland, der Anarchistischen Gruppe, des EA Freiburg und des iz3w.

Getroffen wurden 3 auf einer Parkbank, gemeint sind wir alle!

Soliposter mit den dreien von der Parkbank und Briefe aus den Untersuchungshaft in Hamburg, gefunden auf https://parkbanksolidarity.blackblogs.org

MIT FREIEM HERZEN UND ENTSCHLOSSENEN HÄNDEN

solidarität poster 3 von parkbank


Brief eines Gefangenen in Hamburg

Das Geräusch von Schlüsseln und Metall

Das Geräusch von klappernden Schlüsseln, aneinander schlagenden Metallscharnieren, einrastenden Schlössern und Türen begleitet vom ersten Moment des Weckens um 6.45h, bis spät in die Nacht, wenn die Schließer*innen ihre Runden auf dem stadionhellen Hof drehen. Es ist ein so allgegenwärtiges Geräusch hier, dass man schnell das Gefühl bekommt, ein Industrial-Soundtrack würde auf Dauerschleife im Hintergrund laufen und von Zeit zu Zeit leiser oder lauter gedreht werden. Wenn Gefangene hier arbeiten, bekommen sie irgendwann „sogar“ den Schlüssel für die Zelle. Ein an Zynismus kaum zu übertreffender Schachzug zur Befriedung. Continue reading “Getroffen wurden 3 auf einer Parkbank, gemeint sind wir alle!”

#libertepourloic – Free Loïc! Liberté pour Loïc ! Freiheit für Loïc!

Kampagne für die Befreiung von Loïc Citation und allen sozialen und politischen Gefangenen – Freiheit für die Drei von der Parkbank

Free Loïc! Liberté pour Loïc ! Freiheit für Loïc!

Gipfelgestöber? Kein Schnee von Gestern!

Ziel unserer Proteste war und ist, die Gipfelstaaten und deren Sicherheitsarchitekturen anzugreifen, um deren Strategien zur Verteilung von Macht und Reichtum zu durchkreuzen. Sie bauen durch Ausbeutung, Krieg, Umweltzerstörung, Hungerkatastrophen und die Bekämpfung von Fluchtbewegungen den Reichtum der reichsten Länder auf Kosten des Großteils der ärmeren Weltbevölkerung immer weiter aus. Continue reading “#libertepourloic – Free Loïc! Liberté pour Loïc ! Freiheit für Loïc!”

RAVEN GEGEN RECHTSRUCK UND REPRESSION

Nachttanzdemo | Freitag, 25.10.19 | 18:00 Uhr | Stühlinger Kirchplatz

*Freiheit verteidigen*

Als aktive Freiburger Gruppen, die gemeinsam für eine solidarische, bunte und hierarchiefreie Welt kämpfen, wollen wir dem aktuell voranschreitenden Ausbau einer autoritären Unterdrückungsmaschinerie um uns herum nicht tatenlos zusehen. Auch können wir das wachsende Ausmaß faschistischer Kräfte in der Festung Europa nicht gleichgültig hinnehmen. Darum rufen wir zu einer krachenden Nachttanzdemo am Freitag, den 25. Oktober auf. Wir wollen mit der Kundgebung und Demonstration ein Zeichen gegen die aktuellen gewaltsamen Entwicklungen setzen und werden uns dafür die Straßen nehmen. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Stühlinger Kirchplatz hinter dem Hauptbahnhof – Kommt alle, kommt bunt Continue reading “RAVEN GEGEN RECHTSRUCK UND REPRESSION”

Das ist der Gipfel, Zeit für Solidarität!

Der letzten Gipfel der Repression fand Ende August in Südfrankreich statt. Bereits vor dem Gipfel wurde ein regelrechter Polizeikessel rund um Biarritz aufgebaut. Der französiche Staat erstellte, in Zusammenarbeit mit Repressionsbehörden aus ganz Europa, Feindeslisten und setzte Protestverbote gegen den Gipfel der Herrschenden für Aktivistinnen durch massenhafte Kontrollen und Einreiseverbote durch. Wie wir bereits berichteten wurde ein deutscher Journalist bereits 2 Wochen vor dem Treffen festgenommen und nach Deutschland verbannt. Nachdem er erfolgreich gegen den Bescheid des französischen Innenministeriums geklagt hatte, wurde Luk sowie eine weitere Person aus Berlin erneut festgenommen und nach Deutschland mit einem Flugzeug zurückgeführt.

3 Nürnberger wurden auf der Autobahn festgenommen und sofort verhaftet. Sie wurden in einem Schnellverfahren zu Haftstrafen von 2 bis 3 Monaten verurteilt und mit einem sich anschließenden 5- jährigen Wiedereinreiseverbot nach Frankreich belegt. Die 3 sind in unterschiedlichen Knästen untergebracht worden. Laut Rote Hilfe Ortsgruppe Nürnberg können inzwischen Briefe an die drei an folgende Emailadresse geschickt werden: autobahn3soli@riseup.net

https://rdl.de/beitrag/die-unheimliche-langsamkeit-deutscher-diplomaten-im-falle-von-g7-opfern

https://rdl.de/beitrag/inflagranti-bei-vermuteter-absicht-ertappt

! Donnerstag, 05.09.19 um 07:30 Uhr – 10:30! Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung

Prozess gegen Antifaschisten am Donnerstag, 05.09.19 um 07:30 Uhr – 10:30 | Amtsgericht Freiburg (Holzmarkt 2)| Es ist mit Einlasskontrollen (z.B. Taschenkontrollen und temporäre Beschlagnahmung von Handys) zu rechnen.

Aufruf der Roten Hilfe Ortsgruppe Freiburg

05.09.2019 wird vor dem Amtsgericht Freiburg der erste Verhandlungstag gegen einen angeklagten Antifaschisten auf Grund einer Sitzblockade bei den Protesten gegen den Aufmarsch der Piusbruderschaft 2015 in Freiburg stattfinden. Die Blockade richtete sich gegen den jährlich stattfindenden Marsch der reaktionären Katholiken. Die Polizei räumte die Blockade mit teilweise heftiger Gewalt, im Nachhinein wurde Aktivist*innen vorgeworfen mit ihrer Blockade gegen das Versammlungsrecht verstoßen zu haben. Continue reading “! Donnerstag, 05.09.19 um 07:30 Uhr – 10:30! Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung”

Künstliche Intelligenz – digitalisierte Fremdbestimmung

Veranstaltung am 23.10.2019 um 20:00 Uhr in der KTS Freiburg im Rahmen der autonomen Kulturtage “25 Jahre KTS”

Welche Freiheit verspricht der „Digitalismus“, also die Verbindung von allen mit allem in digitaler Assistenz? Was bedeutet eine permanente Vermessung und Bewertung sämtlicher Handlungen und sozialer Beziehungen für unsere Autonomie? Wie viel Bereicherung und wie viel Bevormundung steckt in KI-basierten „Handlungsempfehlungen“?

Der Einfluss der Tech-Giganten auf die Ökonomisierung der entlegensten Lebensbereiche nimmt stetig zu, während klassische politische Institutionen an Bedeutung verlieren. Wie verändert sich damit die (politische) „Öffentlichkeit“. Reduziert sich unsere „Freiheit“ auf die von „User*innen“, die als Konsument*innen und Datenlieferant*innen zwischen verschiedenen vordefinierten Software-Produkten wählen dürfen? Sind „soziale Punktesysteme“ zur Verhaltenssteuerung bereits totalitär und gibt es sie gibt es so etwas wirklich nur in China?

Was könnten kollektive Auswege aus einer programmierten Gesellschaft sein? Das Autor*innen-Kollektiv Capulcu stellt sein neues Buch „DELETE“ vor.
capulcu.blackblogs.org

Vortrag von Lars Wehring vom Autor*innen-Kollektiv capulcu

Der nächste Gipfel der Repression startet! Solidarität mit Luc!

Am 8. August 2019 wurde Luc während einer Fahrzeugkontrolle der Anti-Kriminalitäts-Brigade (BAC) in Burgund (Frankreich) festgenommen, in Abschiebehaft gebracht und im Schnellverfahren aus Frankreich ausgewiesen. Ihm wurde mitgeteilt, dass gegen ihn ein Aufenthaltsverbot vorliegt. Nach 22 Stunden in Abschiebehaft wurde er von den Flics zur deutsch-französischen Grenze verfrachtet und den deutschen Cops übergeben, die ihn direkt wieder vor die Tür setzten. Grund für seine Auslieferung ist ein Einreiseverbot nach Frankreich, welches am 18. Juli 2019 ausgestellt und ihm nie zugestellt wurde. Als Begründung nennt das französische Innenministerium eine Personenkontrolle von Luc bei Protesten gegen das Atommüllendlagerprojekt (CIGEO) in Lothringen und dass angeblich Ermittlungen im Zuge der g20 Proteste in Hamburg gegen ihn laufen. Luc hat einen Arbeitsvertrag in Frankreich und wollte als freier Mitarbeiter von Radio Dreyckland über den G7 Gipfel in Biarritz berichten.

Es ist davon auszugehen, dass es noch mehr Einreise- und Ausreiseverbote gegen Linke gibt. Passt auf euch auf und überlegt wie ihr nach Biarritz kommt.

Lasst euch nicht einschüchtern, sie können uns nicht alle aus dem Land verfrachten!

Sommer, Sonne, Baskenland – Wichtig ist der Widerstand!

G7 – Gipfel verhindern!

Ausführliche Infos zur Luc‘s unfreiwilligen Ausreise

https://de.indymedia.org/node/35964
https://rdl.de/beitrag/verdacht-reicht-f-r-franz-sische-polizei-aus-um-rdl-mitarbeiter-auszuweisen
https://rdl.de/beitrag/rdl-protestiert-gegen-ausweisung-eines-freien-mitarbeiters-aus-frankreich
https://www.heise.de/tp/features/G7-wirft-mit-Schnellabschiebung-von-Frankreich-nach-Deutschland-Schatten-voraus-4496143.html

Update vom 16.08.19: Eilantrag der Anwältin wird stattgegeben

https://rdl.de/beitrag/verwaltungsgericht-paris-ausweisung-unseres-mitarbeiters-aus-frankreich-war-nicht-rechtens

Getroffen wurden 3 auf einer Parkbank, gemeint sind wir alle!

Am 8. Juni 2019 lauerte der Staatsschmutz drei Hamburger Genoss*innen im Park auf und nahm sie gefangen. Anschließend fanden mehrere Hausdurchsuchungen statt. Zwei der Drei befinden sich zurzeit immer noch in Untersuchungshaft. Sie werden laut Polizeipresse verdächtigt, anlässlich des Jahrestages des G20-Gipfels 2017 eine Brandstiftung geplant zu haben. Im Gegenteil zu dem, was die Polizeipresse zu verbreiten versucht – die drei sollen rein zufällig vom Staatsschmutz im Park kontrolliert worden sein, da sie sooooo verdächtig aussahen – meinen solidarische Genoss*innen, dass davon ausgegangen werden kann, dass die 3 von der Parkbank vom Staatsschmutz vor ihre Festnahme bespitzelt und observiert wurden.

Die Justizbehörden erlauben sich, den größten Teil des Briefverkehrs der 2 noch eingesperrten Gefährt*innen zu unterbinden. Wir hoffen, dass die vielen Solidaritätsbotschaften die an sie gerichtet wurden und werden trotzdem zu ihnen finden. Es wärmt unseren Herzen zu sehen, dass sich Solidarität auch nicht von Mauern einschüchtern lässt. Wir freuen uns darauf, weitere an die von Repression betroffenen Gefährt*innen gerichteten Solidaritätsbotschaften mitzubekommen und schicken viele solidarischen Grüße aus Freiburg nach Hamburg!

ea freiburg

Wenn ihr an die 2 noch in U-Haft sitzenden Genoss*innen schreiben wollt:

Libertäres Zentrum
Karolinenstraße 42 (Hinterhaus)
20357 Hamburg
Stichwort „Die Drei von der Parkbank“

 

UPDATE von https://parkbanksolidarity.blackblogs.org/ vom 3. August “Erfreulich ist jedoch, dass sich nach einer 3-wöchigen Verweigerung der Postzustellung hinter den Mauern etwas zu tun scheint. Beide Gefangenen haben diese Woche erstmals eine große Zahl von Briefen zugestellt bekommen! Schreibt ihnen also eifrig weiter – und hoffentlich wird bald Post von ihnen nach draußen gelassen!”*

Autonome Freiräume verteidigen – Solidarität mit der Liebig 34!

Solierklärung vom 29.07.2019

Am Samstag, den 20. Juli 2019, wurde das feministische Hausprojekt Liebig 34 in Berlin von Bullen überfallen. In dem Teil des Hauses, in dem der Raubzug offiziell vom Gericht genehmigt war, verhielten sie sich wie an einem Tatort: Sie nahmen Fingerabdrücke und DNA-Spuren von Alltagsgegenständen auf und beschlagnahmten eine ganze Reihe davon, darunter auch Kippenstummel. Quer durch das Haus zerschlugen sie – Beschlüsse hin oder her – Fenster, warfen Möbel um, rissen Poster von den Wänden, schnitten Internetkabel durch.

Zahlreiche Räume sind in Berlin aktuell räumungsbedroht. Die Berliner Polizei – deutschlandweit bekannt für ihre Naziskandale (1 2 3) – führt in der Hauptstadt schon seit vielen Jahren einen erbitterten Kampf gegen Ungehorsame: Stichwort Gefahrengebiet und Kiezbelagerung, Drohbriefe, Hausdurchsuchungen, Inhaftierungen, Observationen, DNA-Entnahmen.

Autonome Räume und Kämpfe haben sich und werden sich aber nicht kleinkriegen lassen! Die Solidarität mit den gerazzten Genossinnen ließ nicht auf sich warten: Solidarische Menschen antworteten auf den Überfall mit Feuerwerk, Steinen und Farbe, Barrikaden wurden errichtet, UnterstützerInnen kamen nach der Razzia vorbei, um kaputte Infrastruktur zu reparieren. Auch in den folgenden Tagen wurde die Bullenoffensive sowohl von öffentlicher, als auch von klandestiner Solidarität beantwortet (1 2 3 4).

In einer Welt, wo für die Freiheit zu kämpfen ein Verbrechen ist, ist die Unschuld das Schlimmste, was uns passieren kann.
Wir wünschen unseren Berliner Genossinnen alles Gute, gebt nicht auf!
Gemeinsam sind wir stark!

KTS Freiburg