KTS-Jubiläum – 25 Jahre und kein Ende in Sicht!

Autonome Kulturtage 16.-26. Oktober 2019

Das Autonome Zentrum KTS Freiburg existiert seit 25 Jahren und wir wollen mit euch diesen einzigartigen Raum für Kultur und Politik feiern. Vom 16. bis zum 26. Oktober 2019 erwartet euch ein vielfältiges Programm mit unkommerziellen Ausstellungen, DIY-Kultur, Protest, Demos und Festen. Wir erwarten ein krachendes Festival voller libertärer, autonomer, queer-feministischer, radikal-ökologischer und bildungspolitischer Interventionen, das unsere Strukturen stärkt und unsere antikapitalistischen Utopien sichtbar machen kann. Continue reading “KTS-Jubiläum – 25 Jahre und kein Ende in Sicht!”

Was tun wenn’s brennt?

Samstag | 19.10.2019 | 18:00 | KTS Freiburg

Muss ich vor einem Demobesuch eigentlich irgendwas Bedenken? Darf ich auf der Demo eigentlich filmen oder mich verkleiden? Was dürfen eigentlich die Cops? Oh nein, jetzt haben sie mich mitgenommen! Was mache ich den jetzt?

Viele von uns waren schon auf Demonstrationen wo Menschen festgenommen wurden, Personalien aufgenommen wurden oder einfach ein paar Monate später Post von der Staatsanwaltschaft im Briefkasten lag. Damit Demos/Aktionen/etc. für euch möglichst ohne Repression ablaufen, bietet der Ermittlungsausschuss Freiburg einige Tipps zum Verhalten vor, auf und nach Demonstrationen.

Stand der Dinge in den Verfahren um linksunten.indymedia.org

Dienstag | 22.10.2019 | 19:00 |  KTS Freiburg

25. August 2017, 5:30 Uhr, Freiburg im Breisgau. 250 Cops – vom Verfassungsschutz begleitet – veranstalten einen regelrechten Raubzug. Vier Wohnungen und das Autonome Zentrum KTS Freiburg sind betroffen. Sie reißen Tresore aus den Wänden und klauen alles, was nicht festgeschraubt ist: Sämtliche technische Infrastruktur, Geld – inklusive Kaffeekassen – Notizen, Zeitschriften, Plakate, Fotos… Was ist los? Der Bundestagswahlkampf läuft auf Hochtouren, die Riots des G20-Gipfels in Hamburg machen Schlagzeilen und der Innenminister braucht Werbung. Das BMI will seinen „Schlag gegen gefährliche Linksextreme“ präsentieren: Das Verbot der linksradikalen Openposting-Plattform linksunten.indymedia.org. Mit der heutigen Veranstaltung wollen wir mit euch auf das Projekt linksunten und sein Verbot zurückblicken. Auf die Razzien des 25. August, die Ermittlungsmaßnahmen der Polizei und ihre Zusammenarbeit mit Geheimdiensten, Solidarität und Denunziation, auf den juristischen und politischen Kampf gegen diesen Angriff auf uns alle.

Künstliche Intelligenz – digitalisierte Fremdbestimmung

Veranstaltung am 23.10.2019 um 20:00 Uhr in der KTS Freiburg im Rahmen der autonomen Kulturtage “25 Jahre KTS”

Welche Freiheit verspricht der „Digitalismus“, also die Verbindung von allen mit allem in digitaler Assistenz? Was bedeutet eine permanente Vermessung und Bewertung sämtlicher Handlungen und sozialer Beziehungen für unsere Autonomie? Wie viel Bereicherung und wie viel Bevormundung steckt in KI-basierten „Handlungsempfehlungen“?

Der Einfluss der Tech-Giganten auf die Ökonomisierung der entlegensten Lebensbereiche nimmt stetig zu, während klassische politische Institutionen an Bedeutung verlieren. Wie verändert sich damit die (politische) „Öffentlichkeit“. Reduziert sich unsere „Freiheit“ auf die von „User*innen“, die als Konsument*innen und Datenlieferant*innen zwischen verschiedenen vordefinierten Software-Produkten wählen dürfen? Sind „soziale Punktesysteme“ zur Verhaltenssteuerung bereits totalitär und gibt es sie gibt es so etwas wirklich nur in China?

Was könnten kollektive Auswege aus einer programmierten Gesellschaft sein? Das Autor*innen-Kollektiv Capulcu stellt sein neues Buch „DELETE“ vor.

Vortrag von Lars Wehring vom Autor*innen-Kollektiv capulcu

RAVEN GEGEN RECHTSRUCK UND REPRESSION

Nachttanzdemo | Freitag, 25.10.19 | 18:00 Uhr | Stühlinger Kirchplatz

*Freiheit verteidigen*

Als aktive Freiburger Gruppen, die gemeinsam für eine solidarische, bunte und hierarchiefreie Welt kämpfen, wollen wir dem aktuell voranschreitenden Ausbau einer autoritären Unterdrückungsmaschinerie um uns herum nicht tatenlos zusehen. Auch können wir das wachsende Ausmaß faschistischer Kräfte in der Festung Europa nicht gleichgültig hinnehmen. Darum rufen wir zu einer krachenden Nachttanzdemo am Freitag, den 25. Oktober auf. Wir wollen mit der Kundgebung und Demonstration ein Zeichen gegen die aktuellen gewaltsamen Entwicklungen setzen und werden uns dafür die Straßen nehmen. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Stühlinger Kirchplatz hinter dem Hauptbahnhof – Kommt alle, kommt bunt Continue reading “RAVEN GEGEN RECHTSRUCK UND REPRESSION”

! Donnerstag, 05.09.19 um 07:30 Uhr – 10:30! Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung

Prozess gegen Antifaschisten am Donnerstag, 05.09.19 um 07:30 Uhr – 10:30 | Amtsgericht Freiburg (Holzmarkt 2)| Es ist mit Einlasskontrollen (z.B. Taschenkontrollen und temporäre Beschlagnahmung von Handys) zu rechnen.

Aufruf der Roten Hilfe Ortsgruppe Freiburg

05.09.2019 wird vor dem Amtsgericht Freiburg der erste Verhandlungstag gegen einen angeklagten Antifaschisten auf Grund einer Sitzblockade bei den Protesten gegen den Aufmarsch der Piusbruderschaft 2015 in Freiburg stattfinden. Die Blockade richtete sich gegen den jährlich stattfindenden Marsch der reaktionären Katholiken. Die Polizei räumte die Blockade mit teilweise heftiger Gewalt, im Nachhinein wurde Aktivist*innen vorgeworfen mit ihrer Blockade gegen das Versammlungsrecht verstoßen zu haben. Continue reading “! Donnerstag, 05.09.19 um 07:30 Uhr – 10:30! Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung”

Was macht uns _wirklich _sicher?

Ein Toolkit zu intersektionaler, transformativer Gerechtigkeit jenseits von Gefängnis und Polizei

Lesung & Diskussion am Mittwoch, 11. September 2019 um 20.00 Uhr in der Kita auf dem Grethergelände, Adlerstr. 12

Melanie Brazzell präsentiert das “Was macht uns wirklich sicher?” Toolkit. Dieses stellt das Sicherheitsversprechen des Staates im Falle von sexualisierter- und Partner_innengewalt in Frage, weil Techniken wie Polizei, Gefängnis und Grenzen Gewalt (re)produzieren anstatt sie zu beenden.

Dabei wird der Frage nachgegangen, wie vermeintlich gut gemeinte Ansätze zur Bekämpfung von sexualisierter Gewalt schief laufen und für Rassismus instrumentalisiert werden können. Wenn uns die staatlichen Institutionen keine wirkliche Sicherheit geben können, sondern das Gegenteil bewirken, also Unsicherheit verbreiten, welche Möglichkeiten gibt es dann? Wie können wir selbst Sicherheit schaffen?

Der Ansatz der intersektionalen, transformativen Gerechtigkeit ist in den USA vor dem Hintergrund von community-basiertem Umgang mit zwischenmenschlicher Gewalt entstanden. Das Toolkit stellt heraus, dass wir zwischenmenschliche Gewalt in Verquickung mit staatlicher Gewalt verstehen müssen, um sie angemessen aufzuarbeiten und zu bekämpfen.

Zu der Veranstaltung sind alle eingeladen, ihre kreativen, Sci-Fi Visionen von echter Sicherheit zu teilen, um eine Zukunft ohne Gewalt und Bestrafung zu entwerfen.

https://www.whatreallymakesussafe.com/#/home

Eine Veranstaltung des A-Teams Freiburg, der Redaktion Ausbruch von Radio Dreyeckland, der Anarchistischen Gruppe, des EA Freiburg und des iz3w.

Hinweis zu solidarische Prozessbegleitung

29.07.2019 | 14:00 Uhr | Landgericht Freiburg, Salzstr. 17 79098 Freiburg

Am 29.07.2019 findet vorm Landgericht Freiburg ein Berufungsprozess wegen den No Border Action Day’s 2016 statt.

Damals protestierten Menschen an der Deutsch-Schweizer Grenze gegen die europäische Abschottungspolitik.

„Gibt es den eine größere Gewalt als einen Autofahrer auf einer Bundesautobahn zum anhalten zu zwingen?“ – Staatsanwalt Graulich

Die Staatsantwaltschaft Karlsruhe bewies schon bei letzten Prozess im Januar 2019, dass für sie das vermeintliche “Recht” auf Individualverkehr viel höher wiegt als das “Recht” auf politische und freie Meinungsäußerung und auf Protest gegen das europäische Grenzregime.

Kommt zahlreich und solidarisch zum Prozess!

Aufruf zu dezentralen Aktionen am 6. und 7. Juli 2019 in Solidarität mit allen von Repression betroffenen.

Bereits zwei Jahre liegen die Demos, die Rauchsäulen, die Scherben und die Sirenen des G20 in Hamburg zurück. Trotz der massiven Polizeigewalt überwiegt die Erinnerung an befreiende Momente und Augenblicke greifbarer Hoffnung, die ihren Ausdruck in der Wut von Zehntausenden fand.
Unite against repression

Die massive Repression äußerte sich nicht nur durch Polizeigewalt während des Gipfels, sondern geht weiter: in Form von Überwachung, Fahndungen, Diffamierungen, Geldstrafen und Freiheitsentzug für viele unserer Freund_innen.

Unsägliche Haftbedingungen und eine politische Justiz, die bereits direkt nach dem Gipfel absurde Haftstrafen verhängte, sind die brutale Retourkutsche für einen gescheiterten Gipfel. Die Eskalation und Zerschlagung freiheitsrechtlicher Grundsätze war unübersehbar.

Im Dezember 2018 begannen die „Elbchaussee-Prozesse“, in denen vier junge Menschen aus Offenbach und der noch immer in Untersuchungshaft eingesperrte Dichter Loic S. aus Frankreich für eine Reihe zerstörter Autos und Fensterscheiben am Rande einer Demonstration in Altona büßen sollen. Zu allem Überfluss wird unsere „erziehungsschädliche“ Solidarität mit den Angeklagten als Begründung benutzt, um den Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu halten.

Nicht nur wegen der Elbchaussee, auch infolge des Barrikadenfestes in der Schanze, der Vorabenddemo am Hafen und der Knüppelorgie am Rondenbarg gibt es laufende und anstehende Prozesse gegen unsere kämpfende Bewegung. Nach wie vor gilt es, unsere Solidarität sichtbar und
hörbar zu machen.

Unite to resist

Doch der Widerstand in Hamburg war und bleibt angesichts der andauernden globalen Krise der kapitalistischen Maschinerie in seiner ganzen Breite legitim. Wir werden uns auch von kommenden autoritären Gesetzen und einem gewaltsamen Rechtsruck nicht einschüchtern lassen. Mehr denn je geht es darum, sich gegen die ökonomische Unterdrückung und Ausbeutung, das umweltpolitische Desaster, rassistische und antifeministische Hetzer_innen zu wehren.

In diesem Jahr hat Macrons Frankreich den Vorsitz der G7 inne. In einem Klima wachsender sozialer Spannungen und entsprechender Repression wird auch der Gipfel in Biarritz Ende August 2019 zu energisch Protest führen.
Bauen wir die grenzüberschreitende Solidarität auf! Fahren wir fort mit dem Kampf für die solidarische Gesellschaft und gegen die Gipfel der Herrschenden!

Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel! Unsere Solidarität gegen ihre Herrschaft!
Das Bündnis bundesweiter Solistrukturen gegen G20 ruft dazu auf, zum zweiten Jahrestag der Gipfelproteste in Hamburg am 6. und 7. Juli 2019 ein Zeichen zu setzen. Organisiert euch, ob in Stadt oder Hinterland, und werdet aktiv!

Solidarität ist unsere Stärke! Von Hamburg bis nach Biarritz: United we Stand!

Lesung: Rehzi Malzahn – Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung (Schmetterling 2018)

Mittwoch |  26.06.2019 | 20:00

Am heutigen Mittwoch laden euch der EA und die Anti-Knastgruppe zu einer Lesung zum Thema Knast und Strafe ein. Dafür konnten wir die Autorin Rehzi Malzahn gewinnen, die ihr vergangenes Jahr im Schmetterling-Verlag erschienenes Buch “Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung” vorstellen wird.

Mit vielen Gesichtern geht unsere Kampagne gegen die autoritären Tendenzen weiter – nach vielen Vorträgen und Aktionen gegen Knäste, Staaten, Bullen und Konzerne der letzten Monate lassen wir auch diesen Sommer nicht locker. Zwar ist nun kein “warm anzieh’n gegen Repression” mehr angesagt, dafür aber cool bleiben, in einem kämpferischen Sommer, in dem es vielleicht doch noch das ein oder andere Klamöttchen braucht, um effektiver zusammen zu stehen gegen die Repressalien. Sei es im Rahmen der Kampagne gegen neue Bullengesetze auf der Großdemo in Stuttgart oder an den Stränden des Baskenlandes im August: Wir lassen nicht locker gegen Ungerechtigkeiten und werden über Knäste und Repression reden und gegen sie vorgehen so lange es sie gibt. Für eine Gesellschaft voller Bildung und ohne Stacheldraht!

https://www.kts-freiburg.org/?article2793